Lehrende

Als Lehrende/r stehen Sie vor vielfältigen Herausforderungen. Sie müssen ganz unterschiedlichen Rollen an der Universität bzw. an Ihrem Lehrstuhl oder Institut gerecht werden. Die Lehre ist eine dieser Herausforderungen, die Ihrerseits Handeln in unterschiedlichen Rollen erfordert. Sie vermitteln nicht nur den Lehrstoff, Sie beraten Studierende, Sie geben ihnen Feedback, begleiten ihre Lernprozesse und prüfen ihre Lernfortschritte. Und das unabhängig davon, ob Sie als Doktorand/in erste Lehrerfahrungen sammeln, oder ob Sie als Professor/in über reichlich Lehrexpertise verfügen. Bei allen Aufgaben mit Bezug zur Lehre unterstützen wir Sie gern - ganz nach Ihrem Bedarf und Ihrem Interesse. Unser Ziel ist es, mit Ihnen gemeinsam einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Qualität von Lehre und Studium beizutragen.

Schauen Sie sich unsere Angebote an oder sprechen Sie uns gerne an!

Hochschuldidaktische Qualifizierung

Die Qualifizierung Lehrender trägt zum Studienerfolg Studierender bei, so lautet das Ergebnis einer Untersuchung von 38 Metaanalysen. Bezogen auf die Lehrmethode zeigte sich über die 3.330 Einzelstudien, dass ein hohes Ausmaß an direkter sozialer Interaktion positiv mit der Leistung der Studierenden zusammenhängt. Zu dieser Unterkategorie gehören unter anderem die Hilfsbereitschaft und das Interesse seitens der Dozierenden, offene Fragen und die Ermunterung zur Diskussion, aber auch die Möglichkeit der Kleingruppenarbeit (Schneider & Preckel 2017).

Was bedeutet das nun für Sie als Lehrperson? Professionelles Lehrhandeln ist auch für den Erfolg der Studierenden ein Erfolgsfaktor. Aber nicht nur das. Sie bietet Ihnen als Lehrende/r eine Lernchance, eine Möglichkeit der individuellen Weiterentwicklung. Und die hochschuldidaktische Qualifizierung wird in Stellenausschreibungen an Hochschulen und damit für Ihre wissenschaftliche Karriere immer häufiger ein wichtiger Faktor.

Sie interessieren sich für das mit einem Zertifikat abschließende Qualifizierungsprogramm oder möchten an einzelnen Angeboten teilnehmen?

Alle Informationen finden Sie hier.

Quelle:
Schneider, M., & Preckel, F. (2017). Variables associated with achievement in higher education: A systematic review of meta-analyses. Psychological Bulletin, 143, 565-600. doi: 10.1037/bul0000098

Good Practice-Beispiele

Nicht jedes Rad muss neu erfunden werden. Viele Lehrende der RUB haben bereits Lehrmethoden erprobt, neue Prüfungsformen entwickelt, oder eigene Strategien zum Umgang mit Herausforderungen in der Lehre gefunden und teilen diese gerne mit Ihnen.
Wir haben ganz unterschiedliche Beispiele aus der Praxis für Sie zusammengetragen, und bieten Ihnen dafür mehrere Zugänge:

  • Im Handbuch „Wissen, was zählt. Ideen für die Lehre“ geben Lehrende der RUB einen Einblick in Forschungsthemen (z.B. neurowissenschaftliche Grundlagen der Lehre oder interkulturelle Kommunikation in der Lehre) und zeigen anhand eigener Erfahrungen zahlreiche Tipps und Tricks auf zu den Themenfeldern Lehren, Prüfen, Evaluieren und Beraten. Das Buch ist hier kostenlos für RUB-Lehrende erhältlich.
  • Im Downloadcenter LEHRE LADEN erhalten Sie praxisorientierte Tipps „to Go“. Laden Sie sich Methodenideen und Beispiele aus der Lehre an der RUB als pdf herunter. Sie erhalten im LEHRE LADEN Anregungen zu Themenfeldern wie Lehrende im Fokus, Planung und Durchführung von Lehrveranstaltungen, Lehrformate und Methoden und eLearning & Technik. Lassen Sie sich hier inspirieren.
  • Kompetenzorientierte Prüfungen - Wer wie wozu? Wir haben in Zusammenarbeit mit Lehrenden und Studierenden unterschiedliche kompetenzorientierte Prüfungsformen in kurzen Videos dargestellt. Die Kolleginnen und Kollegen zeigen in den Filmsequenzen nicht nur positive Aspekte, sondern auch Herausforderungen für Lehrende bei spezifischen Prüfungsformen auf, und stehen Ihnen als Ansprechpersonen auch persönlich zur Verfügung. Schauen Sie sich hier die Videos an.
Methodentipps

Hier sehen Sie eine Auswahl an Methoden, die Sie in Ihrer Lehrveranstaltung ausprobieren können:

Wanderfrage

Kurzbeschreibung: Jede/r Student/in zieht eine Karte mit einer Frage zum Lernstoff. Mit dieser Frage geht er/sie auf eine/n anderen Student/in zu. Die eigene Frage wird jeweils vom Gegenüber beantwortet und umgekehrt. Wenn jede/r Student/in die Frage des Gegenübers beantwortet hat werden die Fragen untereinander getauscht und es wird eine neue Person gesucht. Somit wandern die Fragen durch die ganze Gruppe.

Ziel: Die Studierenden frischen das Gelernte auf und geben es wieder.
Material: Mit Fragen versehene Karten.
Dauer: 10 Minuten
Gruppengröße: bis zu 30 Studierende

Challenge by Choice

Kurzbeschreibung: Die Studierenden beantworten eine Frage oder bearbeiten eine Aufgabe ihrer Wahl. Die Fragen bzw. Aufgaben haben drei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen und somit einen steigenden Herausforderungsgrad.

Ziel: Die Studierenden bestimmen, welche Frage sie beantworten bzw. welche Aufgabe sie lösen und werden dabei unterschiedlich herausgefordert.
Material: Fragen in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, die zur Wahl gestellt werden sowie entsprechende Musterlösungen.
Dauer: Legen Sie einen einheitlichen Zeitumfang fest. Egal für welchen Schwierigkeitsgrad sich die Studierenden entscheiden, sollen sie gleich viel Zeit für die Lösung haben.
Gruppengröße: für Gruppen in Seminaren und Vorlesungen geeignet.

Prüfungsfragen entwickeln

Kurzbeschreibung: Studierende notieren in Kleingruppen 1-2 eigene Fragen zum Seminarinhalt.

Ziel: Die Studierenden setzen sich mit eigenen Schlüsselfragen auseinander, stellen und beantworten sich diese gegenseitig. Vielleicht ist eine Frage dabei, die Sie als Lehrende/r für die eigene Prüfung aufgreifen wollen.
Material: Flipchartpapier, Klebeband, Stifte
Dauer: Entwicklung der Fragen 5 Minuten. Beantwortung in 5 Minuten, ggf. Fragensammlung auf einem Flipchart 5 Minuten.
Gruppengröße: bis zu 30 Studierende

Fazitkarte

Kurzbeschreibung: Die Studierenden notieren am Ende der Veranstaltung ihr inhaltliches Fazit aus der Seminarsitzung und stellen dies ggf.  vor. Die Frage könnte lauten: „Was würden Sie Ihrer Kommilitonin berichten, die die Sitzung nachbereiten will?“

Ziel: Die Studierenden erfassen ihren eigenen Lernstand.
Material: Notizblätter oder Karten und Stifte
Dauer: 5 Minuten
Gruppengröße:  für Gruppen in Seminaren und Vorlesungen geeignet

Quellen:
Groß, Harald/Boden, Betty/Boden, Nikolaas (2012): Munterrichtsmethoden. 22 aktivierende Lehrmethoden für die Seminarpraxis. Berlin: Gert Schilling Verlag.
Groß, Harald (2014): Munterrichtsmethoden Band 2. 22 weitere aktivierende Lehrmethoden für die Seminarpraxis. Berlin: Gert Schilling Verlag.

Bedarfsorientierte Angebote

Nichts ist so stetig wie der Wandel - das bemerken wir auch in der universitären Lehre immer wieder:

  • An Ihrem Lehrstuhl wird Forschendes Lernen als Lehrmethode eingeführt - und Sie wissen noch nicht, wie Sie Ihre Lehrveranstaltung passend aufbauen können?
  • In Ihrer Lehre werden Sie mit sehr großen Gruppen Studierender konfrontiert und Sie fragen sich, wie Sie methodisch vorgehen können?
  • Oder Sie haben sich als Team dazu entschlossen, gemeinsam Ihre Präsentationskompetenzen (Stimme, Rhetorik) zu trainieren?

Die beste Fortbildung und die beste Beratung sind diejenigen, die genau die Fragen aufgreifen, die Sie gerade beschäftigen.
Wir helfen Ihnen gerne mit unserer interdisziplinären Expertise weiter. Sprechen Sie uns einfach an!